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Naturheilmittel Hanf, die Wiederentdeckung alter Weisheit.

Hanf gehört zu den ältesten und vielfältigsten Kulturpflanzen der Menschen. Über sechs Jahrtausende war er ein ökonomisch wichtiger Lieferant für Fasern, Nahrungsmittel und Medizin. In fast allen europäischen und asiatischen Ländern wurde Hanf angebaut. Er stellte eine der wichtigsten Rohstoffquelle für die Herstellung von Seilen, Segeltuch, Bekleidungstücken, medizinische Präparate, Papier und Ölprodukten da.

 

Etwa 2.800 v. Chr. wurden die ersten Seile der Welt aus Hanffasern gedreht, 100 v. Chr. in China das erste Papier der Welt aus Hanffasern geschöpft. Zu den Hochzeiten der Segelschifffahrt, im 17. Jahrhundert, erlebte der Hanf in Europa seine Blütezeit. Schiffsegel, Takelwerk, Seile, Netze und Flaggen, selbst die Uniformen der Seeleute; fast alles wurde aufgrund der Reiß- und Nassfestigkeit aus Hanf gefertigt. Hanffasern waren zusammen mit Flachs, Nessel und Wolle die Rohstoffe der europäischen Textilindustrie. Darüber hinaus ist Hanf auch in der damaligen Medizin bedeutsam gewesen, Schon Gutenberg entdeckte Hanf, als ein wirksames Mittel gegen seinen Bluthochdruck.

 

Im 18. Jahrhundert begann der Niedergang der europäischen Hanfwirtschaft und setzte sich bis ca.1920 fort. Durch die Mechanisierung der Baumwollspinnereien, den starken Rückgang der Segelschifffahrt und den Einsatz von technischen Geräten, wurde Hanf wirtschaftlich bedeutungslos und die Baumwolle trat ihren Siegeszug um die Welt an. Zusätzlich verlor Hanf durch die Marihuana-Prohibition sein gesellschaftliches Ansehen. Der Anbau wurde in fast allen Ländern der Welt verboten. Synthetische Faser, chemische Präparate, Baumwolle und Zellstoff ersetzten schließlich sämtliche Hanfprodukte.

 

Erst in den letzten 30 Jahren, seit das allgemeine Umwelt- und Gesundheits-Bewusstsein stark zu genommen hat, ist das Interesse an dieser vielseitigen Pflanze wieder enorm gewachsen. In verschiedenen Ländern wird erneut Hanf angebaut. Hanf ist unter anderem ein schnell nachwachsender Rohstoff.

 

Er kommt ohne den Einsatz von Pestiziden, künstlicher Bewässerung und Dünger aus. Hanf laugt den Boden nicht aus, entgiftet und regeneriert verseuchte Böden (z.B. Tschernobyl). Die Wurzeln der Cannabispflanze ziehen giftige Schwermetalle aus dem Boden, absorbieren und speichern diese ab und verwandeln sie teilweise sogar in harmlose Substanzen. Die verschiedenen Sorten Hanf wachsen von Sibirien bis Südamerika in allen klimatischen Regionen und sind extrem anspruchslos.

 

Hanf wird heute u.a. in Lebensmittel, Medizin, Kleidung und Dämmstoff verarbeitet und erlebt eine wirtschaftliche Renaissance. Besonders die Nachfrage nach Hanfprodukten im gesundheitlichem Bereich ist in den letzten 2 Jahren enorm gestiegen, da das medizinische Potential der Pflanze so groß ist.

 

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